zurück zur Übersicht

Von Restabfällen zu Energie

Wie aus dem oberösterreichischen Restabfall Fernwärme für 11.000 Haushalte und Strom für 37.000 Haushalte erzeugt wird.

100x mehr schwerer als die Freiheitsstatue

Die RABA der LINZ AG ist in punkto Nachhaltigkeit ein richtiges „Schwergewicht“. Ca. 200.000 Tonnen Rest- und Sperrmüll sowie Gewerbeabfall kommen jährlich in die Linzer Reststoff-Aufbereitungsanlage (RABA). Diese Menge entspricht fast dem 100-fachen Gewicht der amerikanischen Freiheitsstatue.


High-Tech Weiterverwertung in der modernsten Anlage Österreichs

Die Anlieferung der riesigen Abfallmengen erfolgt durch den eigenen Fuhrpark der LINZ AG ABFALL aber auch Kunden bzw. Kundinnen und Entsorgungspartner liefern Restabfälle an.

Nach ihrer Ankunft in der RABA – übrigens die modernste Anlage Österreichs – werden die Restabfälle vorzerkleinert und so über ein Sieb geführt. Danach werden Wertstoffe wie Eisen- und Nichteisenmetalle aussortiert. Die dafür eingesetzte Fördertechnik der RABA ist beeindruckende 1.200 Meter lang.


Störstoffe raus

Weiter geht’s: Nun entfernt ein „Windsichter“ Störstoffe, zum Beispiel Steine, die sich immer wieder im Abfall befinden. Das „Windsichten“ ist ein mechanisches Trennverfahren, das im Wesentlichen nach den physikalischen Prinzipien von Schwer- und Fliehkraft funktioniert. Feine Teilchen folgen dabei der Strömung, grobe der Massenkraft.

Der von Störstoffen befreite Abfall geht seinen automatisierten Weg in die Nachzerkleinerung (siehe Grafik). Hat er diese Station absolviert, ist die sogenannte Stückigkeit des Abfalls optimal für die Energieerzeugung.

Von Restabfall zu Energie

Eine grafische Darstellung, wie aus Restabfällen Energie erzeugt wird.

Im Reststoffheizkraftwerk geht's heiß her

Mit einem 470 Meter langen Rohrgutförderer – einem ganz speziellen Förderband – gelangen die optimal aufbereiteten Abfälle ins Reststoffheizkraftwerk (RHKW) der LINZ AG.

Was passiert dort? Kurz gesagt, wird der Restabfall mittels Wirbelschichtverfahren thermisch verwertet. Dabei verdampft Kesselwasser. Der aufsteigende Dampf treibt einerseits eine Dampfturbine zur Stromerzeugung an und wird andererseits über einen Wärmetauscher zur Erzeugung von Fernwärme genutzt.


Umweltfreundliche Energie

Pro Jahr können im Linzer RHKW Fernwärme für 11.000 Haushalte und Strom für 37.000 Haushalte erzeugt werden.