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Von der grünen Tonne zu Strom und Wärme

In der Landeshauptstadt von Tirol wird aus den gesammelten Bioabfällen Strom und Wärme für ein Restaurant und Hallenbad erzeugt. Wie das funktioniert? Am Anfang steht eine grüne Tonne…

Erste Station - Die grüne Tonne

In Innsbruck fallen jährlich über 10.000 Tonnen Bioabfälle an - das ist mehr als viermal das Gewicht des größten Mammutbaums der Welt.

Jede Liegenschaft ohne Eigenkompostierung hat eine sogenannte „Grüne Tonne“ zur Entsorgung der biogenen Abfälle. Die IKB (Innsbrucker Kommunalbetriebe AG) ist jeden Tag im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um diese Behälter zu entleeren.

Zweite Station - Bioaufbereitungsanlage

Der Großteil der so gesammelten Bioabfälle wird in der IKB-eigenen Bioabfallaufbereitungsanlage verarbeitet. Zuerst müssen Störstoffe aus dem Biomüll entfernt werden. Danach wird das Material  in einer Hammermühle der modernen Anlage zerkleinert und sortiert. Bei diesem Prozess werden leichte Störstoffe ausgeschieden und das Substrat in einen Substratpuffer gepumpt. In diesem werden schwere Störstoffe (Zyklon) entfernt. Im Anschluss wird das aufbereitete Co-Substrat in die Co-Fermentation geleitet und schlussendlich in den Faultürmen gemeinsam mit einer Portion Klärschlamm vergärt.




Dritte Station – Energie und Wärme für Hallenbad und Restaurant

Durch den Vergärungsvorgang entsteht Biogas - eine erneuerbare Energiequelle.

Mit dem daraus erzeugten Strom und der Prozesswärme werden in Innsbruck das Restaurant deck47 und das Hallenbad O-Dorf versorgt.

IKB - Innsbrucker Kommunalbetriebe AG

Rossaugasse 4A, 6020 Innsbruck https://www.ikb.at

IKB-Abfallwirtschaft

Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG ist der lokale Experte für Fragen zur Sammlung und Entsorgung von Abfällen in Innsbruck.

Über 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Geschäftsbereich Abfallwirtschaft der IKB tätig und kümmern sich tagtäglich darum, die Abfälle der Bevölkerung zu entsorgen und zu verwerten.

Die Tätigkeiten der IKB-Abfallwirtschaft sind vielfältig und reichen von der Sammlung von Altpapier, Restmüll, Sperrmüll und Bioabfall im gesamten Stadtgebiet, über den Betrieb des Recyclinghofes und einer Deponie, über die Aufbereitung von biogenen Abfällen bis hin zur Reinigung von Behältern.

Gemeinsam mit vier Tochterunternehmen ist die IKB der lokale Ansprechpartner für sämtliche Fragen rund um die Themen Abfallsammlung und –entsorgung. Die  Mussmann GmbH bietet Containerdienste und Entrümpelungen an. Die Recycling Innsbruck GmbH organisiert die gesamte Elektroaltgeräteentsorgung, sowie die Leicht- und Metallverpackungssammlung in Innsbruck. Die Abfallbehandlung Ahrental GmbH verarbeitet die im Großraum Innsbruck gesammelten Haus- und Sperrmüllmengen. Die Bauentsorgungsges. m.b.H. betreibt Bodenaushubdeponien und eine Aufbereitungsanlage für kontaminierte Böden.

Die IKB kann auf langjährige Erfahrung und breites Wissen zurückgreifen und steht für jegliche abfallwirtschaftliche Fragen gerne beratend zur Seite.

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