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Von der leeren Aludose zum Fahrradrahmen

Aluminium zu recyceln ist sehr einfach und verbraucht um 95 % weniger Energie als die Primärerzeugung von Aluminium. Aus alten Dosen lassen sich zum Beispiel sehr energieeffizient neue Fahrradrahmen herstellen.

5 Dosendrinks pro Woche

Im Durchschnitt kaufen Menschen in Österreich fünf Aludosen jede Woche. Damit kommt man auf etwa 44 Millionen Aludosen, die in Österreich jede Woche im Abfall landen.

In die blaue Tonne

Aludosen zählen zu den Metallverpackungen und werden entweder über den blauen Sammelbehälter oder gemeinsam mit Leichtverpackungen gesammelt. Das kann je nach Bundesland variieren. In allen Bundesländern werden die nicht-magnetischen Aluminiumverpackungen nach der Sammlung entweder händisch oder mit Wirbelstromabscheidern von den restlichen Altmetallen getrennt. Zweiteres macht sich die magnetischen Eigenschaften von Eisen zunutze. Dazu wird im Gerät ein magnetisches Feld erzeugt, wodurch nichtmagnetische Metalle (wie Aluminium) aus der Magnetwalze rausgeworfen werden. So schaffen es 70 % aller in Österreich genutzten Dosen zum Recycling.

Schmelzen und gießen

Das Recycling von Aluminium ist sehr einfach und verbraucht um 95 % weniger Energie als die Primärerzeugung von Aluminium aus dem Erz Bauxit. Beim Recycling wird das Aluminium bei hohen Temperaturen geschmolzen und anschließend zu Pressbarren gegossen. Diese Pressbarren dienen als Ausgangsstoff für die Weiterverarbeitung zu neuen Dosen, Aluprofilen für den Bau oder eben Fahrradrahmen.

Von Barren zu Rohren

Zur Herstellung von Fahrradrahmen muss dieser Pressbarren zu Rohren verarbeitet werden. Hier kommt das Strangpressverfahren zum Einsatz. Dabei wird der Aluminiumpressbarren durch eine sogenannte Matrize gedrückt, die die Form des Endprodukts festlegt. Das fertige Rohr wird anschließend an Fahrradhersteller verkauft, wo es beim Fahrradbau zum Rahmen gebogen wird. So wird aus etwa 400 alten Aluminiumdosen ein neuer Fahrradrahmen.