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Von der leeren Bierdose zum Sportwagen

Selbst der neueste Sportwagen könnte in Recycling-Begriffen als Schrottkiste bezeichnet werden. Das ist verwunderlich? Dabei kann er zu einem großen Teil aus unseren alten Bierdosen bestehen!

Der Werkstoff der Zukunft

Im Innsbrucker Stadtgebiet werden jährlich 453 Tonnen Metallverpackungen gesammelt; das sind etwa 2,9 kg pro Person (lt. IKB). Fast die Hälfte davon sind unterschiedlichste Getränkedosen, wie zum Beispiel Bierdosen. Und in diesen alten Bierdosen schlummert noch viel Potential: Sie bestehen zu ca. 95 % aus Aluminium, einem immer beliebter werdenden Werkstoff. Er ist nämlich besonders leicht, kann aber gleichzeitig großen Beanspruchungen standhalten. Etwa 180 Tonnen Alt-Aluminium werden im Innsbrucker Stadtgebiet jährlich gesammelt und verwertet. Das entspricht in etwa dem Gewicht von drei voll beladenen Flugzeugen!

Die Spreu vom Weizen trennen

Die Metallverpackungen werden unter anderem von der IKB gesammelt und in die Sortieranlagen geliefert. Dort werden die wertvollen Aluminiumverpackungen vom Weißblech getrennt.

Das funktioniert durch einen ganz einfachen Trick mit einem großen Magneten bei dem man sich den Magnetismus von Weißblech zu Nutze macht. Der Magnet wird nahe am Metallhaufen positioniert und fischt ohne aufwendige Maschinerie das gesamte Weißblech aus dem Haufen heraus. Übrig bleibt das Aluminium, das als wichtiger Rohstoff an die Metallindustrie verkauft wird.

Einschmelzen und formen

Angekommen in den Metallbetrieben, werden die Aluminiumdosen eingeschmolzen und in neue Formen gegossen. So kann Aluminium zu 100 % recycelt werden.

Die Verwendung von Recycling-Aluminium wird immer wichtiger. Die Primärerzeugung von Aluminium aus dem Erz Bauxit verbraucht sehr viel Energie und hat daher negative Auswirkungen auf die Umwelt. Im Gegensatz dazu, verbraucht die Herstellung von Recycling-Aluminium nur 5 % der Energie.

Ein Teil des Recycling-Aluminiums wird wieder zu Dosen verarbeitet, ein anderer Teil geht in die Autoindustrie.

Der neue Sportwagen

In der Autoindustrie wird Aluminium immer beliebter. Es hat ein sehr geringes Gewicht, aber eine hohe Steifigkeit. Vor allem ultraleichte Sportwagen haben viele Aluminiumteile und die Karosserie besteht häufig aus einer Alu-Stahl-Mischung. So wird die eine oder andere Dose zum schnellen Flitzer.

IKB - Innsbrucker Kommunalbetriebe AG

Rossaugasse 4A, 6020 Innsbruck https://www.ikb.at

IKB-Abfallwirtschaft

Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG ist der lokale Experte für Fragen zur Sammlung und Entsorgung von Abfällen in Innsbruck.

Über 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Geschäftsbereich Abfallwirtschaft der IKB tätig und kümmern sich tagtäglich darum, die Abfälle der Bevölkerung zu entsorgen und zu verwerten.

Die Tätigkeiten der IKB-Abfallwirtschaft sind vielfältig und reichen von der Sammlung von Altpapier, Restmüll, Sperrmüll und Bioabfall im gesamten Stadtgebiet, über den Betrieb des Recyclinghofes und einer Deponie, über die Aufbereitung von biogenen Abfällen bis hin zur Reinigung von Behältern.

Gemeinsam mit vier Tochterunternehmen ist die IKB der lokale Ansprechpartner für sämtliche Fragen rund um die Themen Abfallsammlung und –entsorgung. Die  Mussmann GmbH bietet Containerdienste und Entrümpelungen an. Die Recycling Innsbruck GmbH organisiert die gesamte Elektroaltgeräteentsorgung, sowie die Leicht- und Metallverpackungssammlung in Innsbruck. Die Abfallbehandlung Ahrental GmbH verarbeitet die im Großraum Innsbruck gesammelten Haus- und Sperrmüllmengen. Die Bauentsorgungsges. m.b.H. betreibt Bodenaushubdeponien und eine Aufbereitungsanlage für kontaminierte Böden.

Die IKB kann auf langjährige Erfahrung und breites Wissen zurückgreifen und steht für jegliche abfallwirtschaftliche Fragen gerne beratend zur Seite.

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